Labradoodles

 

 

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Lucy und Pablo

unsere Labradoodles

Hunde für Allergiker

 

 

Seit wir denken können, führten  wir  mit unseren  beiden  Töchtern immer wieder lange Diskussionen um die Anschaffung eines Hundes. Leider bin ich gegen alle möglichen Tiere  allergisch  -  schon  die  beiden Dschungarischen  Zwerghamster, die mir die Mädels abgerungen hatten, machten mir erhebliche Probleme! Als wir im September 2004 wieder einmal beim Thema "Hund" gelandet waren, saß zufällig unsere Nachbarin und Freundin Sabine mit am Kaffeetisch. Sie erzählte uns, dass sie vor kurzem einen Bericht über eine neue Rasse aus Amerika gelesen habe, die mehr oder weniger speziell für Allergiker gezüchtet wird - sie erinnerte sich sogar noch an die Bezeichnung, weil sie sie damals ziemlich lustig fand: so hörten wir zum ersten Mal etwas von den "Goldendoodles"!

Natürlich machten wir uns sofort an die Arbeit, gaben den Begriff in "Google" ein und landeten prompt auf der Homepage von "Buster", dem Goldendoodle der Familie Simeit, einer  deutschen  Familie, die  zurzeit in Amerika lebt. Unsere "Aaahhs" und "Ooohhhs" waren sicher noch auf der Straße zu hören - wir waren schon von den Fotos mehr als begeistert. Ich  mailte die Simeits  an und erhielt  prompt sehr nette und hilfsbereite Antworten auf alle meine Fragen - vor allem wollte ich die Gewißheit, dass Buster wirklich nicht  haart  und  somit  eine  echte  Alternative  für  mich ist. Buster ist  ein  "Goldendoodle"  -  eine  bewußte Kreuzung zwischen Golden-Retriever und Pudel. Auf diesem Wege erhielten wir auch die Kontaktadresse des Züchters, von dem Buster stammte.

Von da an gab es kein Zurück und vor allem kein Argument mehr gegen einen Hund.......

So gelangten wir an die Familie Hahn in Berryville, Virginia, die auf ihrer Farm "Gleneden" bereits seit vielen Jahre Pferde und Hunde züchten und offensichtlich in Amerika über einen  guten  Ruf   verfügen.  Auf  ihrer Homepage informierten wir uns über die möglichen Kreuzungen, Farben und so weiter.Die Hahns züchten dort "Goldendoodles" (Golden-Retriever/Pudel)  und  "Labradoodles"  (Labrador/Pudel). Edith  Simeit  riet uns, direkt bei der Anfrage nach einem wirklich nicht haarenden Hund für Allergiker zu fragen und wir erhielten  eine  sehr  kompetente   und freundliche  Beratung  durch  Judy  Hahn.   An sich sollte man bei der Anfrage eine Art "Wunschliste" mit allen gewünschten Merkmalen ausfüllen, da wir aber gar keine speziellen Wünsche hatten - wir wollten nur gerne eine Hündin - war das gar nicht nötig. Wir mailten ständig mit den Hahns hin und her, bis wir wußten,  was   das Beste für  uns ist. Und  das  war  laut Judy Hahn eine sogenannte F1B-Kreuzung zwischen einem Labrador und einem Pudel. Das bedeutet, dass erst ein Labrador mit einem Pudel und dann das "Ergebnis" noch einmal mit einem Pudel gekreuzt wird. Mit dieser "Mischung" hat man speziell bei Allergikern die besten Erfahrungen gemacht und die größte Verträglichkeit festgestellt.

Warum ausgerechnet eine Kreuzung zwischen Labrador und Pudel? Inzwischen wissen wir, dass genau das ölige Fell des Labradors (das keine Hautschüppchen verliert) und das nicht haarende Fell eines Pudels die optimale Mischung für Allergiker ergibt. Es sei noch erwähnt, dass Labradoodles absolut nicht "sabbern" - oft ist ja der Speichel auch ein Allergieauslöser!

Nachdem   alle Fragen  beantwortet  und alle  Formalitäten g eklärt waren, schickten  uns die Hahns ein Foto von "Lucy" und wollten wissen, ob wir diesen Hund haben wollten. Klar, dass  hier  alle  begeistert  "JA"  riefen  und wir  sofort unsere Zusage mailten! Wir wollten ja möglichst schnell unseren Familienzuwachs bei uns haben, nachdem wir uns nach so langer Zeit endlich dazu entschlossen hatten.

Leider hatte der deutsche Gesetzgeber in Zusammenhang mit der Änderung der EU-Richtlinien für die Einfuhr von Haustieren in EU-Länder genau zum 01.10.2004 verbindlich die  Einfuhrgesetze  geändert,  deshalb  begann  hier  unser  Marathon  von  Telefonaten  mit  Behörden, Grenzkontrollstellen, Tierärzten usw.! Und da all diese Gesetze noch brandneu waren, wußte eigentlich keiner so richtig Bescheid - wir bekamen fast überall unterschiedliche Aussagen.

Irgendwann kamen wir auf die glorreiche Idee, direkt an der tierärztlichen Grenzkontrollstelle unseres Flughafens (Frankfurt am Main) nachzufragen, denn schließlich sitzen dort diejenigen,  die  unseren Hund  entweder  einreisen  lassen  oder  zurückschicken......und  das   war genau der richtige Weg. Hier erhielten wir endlich definitive Aussagen über Bestimmungen  und  Bedingungen.  Man  nannte  uns einen Link, unter dem wir alles nachlesen und uns das gültige Formular "für die Einfuhr eines Haustieres in ein EU-Land" herunterladen konnten. Ab da war eigentlich alles relativ einfach.

Wir mailten alles - einschließlich dem Formular, das der Amtstierarzt dort ausfüllen mußte, zu den Hahns und warteten.....

Ungünstigerweise bedeuteten die neuen Bestimmungen, dass man ab diesem Zeitpunkt kein Tier mehr ohne Tollwutimpfung in ein EU-Land einführen darf. Ein Hund wiederum kann  erst  mit  12  Wochen  gegen Tollwut  geimpft  werden  und  muß  danach  noch exakt 30 Tage im Land bleiben, bis die Wirksamkeit der Impfung garantiert ist. Und das bedeutet  unterm  Strich,  dass  man  eigentlich  keine  Möglichkeit  hat,  ein  Tier  unter 16 Wochen nach Deutschland einzuführen. Traurig, aber wahr. Ich hatte wirklich alles versucht,  hatte  mit  allen  zuständigen  Ämtern,  dem Landwirtschaftsministerium etc. telefoniert und nach einer Ausnahmegenehmigung gefragt, die man angeblich eventuell erhalten  könne.....! Leider  stieß  ich hier auf ziemliches Unverständnis und unsichere Aussagen - vielleicht war das Ganze damals einfach noch zu neu und jeder hatte Angst, etwas Falsches zu sagen.

Wie auch immer - wir haben uns dem Schickal ergeben, brav alle Formalitäten und Bestimmungen beachtet und gewartet. Bei Lucy waren auch die Hahns noch "Neulinge" - sie hatten  noch   nie zuvor  einen Hund per Flugzeug nach Deutschland verschickt. Aus diesem Grunde zog sich das ganze procedere auch noch mehr in die Länge, als die neuen Gesetze es vorschreiben.....Lucy war 21 Wochen alt, als wir sie am Frankfurter Flughafen abholen konnten.

Sie war nach einem 20-Stunden-Flug mit einem 6-stündigen Zwischenstop in Atlanta doch ziemlich geschlaucht und sehr schüchtern. Wir dachten damals, das käme von dem langen  Eingesperrtsein  in  ihrem "crate", aber heute wissen wir, dass das einfach Lucys Charakter ist. Sie ist nach wie vor sehr lieb aber auch sehr zurückhaltend.Mittlerweile haben  wir  uns  auch  in Bezug auf die Flüge schlauer gemacht und wissen, dass es auch Direktflüge nach Deutschland gibt, die zwar etwas teurer, aber sicher stressfreier für den Hund sind.

Bis  wir  unseren  Hund   allerdings am  Flughafen  sehen und mit  nach  Hause  nehmen  durften, mußten  wir Unmengen von Behördengängen absolvieren - das alles dauerte einschließlich unendlicher Wartezeiten etwas mehr als 4 Stunden! Der erste Gang ist - zumindest in Frankfurt - der zum Büro der Fluggesellschaft, bei der man die Unterlagen ausgehändigt  bekommt.  Danach  begibt  man  sich  zur  tierärztlichen  Grenzkontrollstelle,  wo ein Tierarzt die Vollständigkeit und Korrektheit aller Unterlagen und Impfungen bestätigen  muß und wo man gleich die dafür anfallenden Gebühren dafür entrichtet.  Anschließend kommt der Gang zum deutschen Zoll, dort warten die Einfuhrumsatzsteuer und die Zollgebühr auf ihre Bezahlung. Danach darf man sich dann endlich auf den Weg zur Tierstation machen, wo man nach dem Begleichen der Verwahrungskosten seinen weitgereisten Hund mit nach Hause nehmen darf.

Und das haben wir dann auch getan.....als wir Lucy endlich in unserem Auto hatten, waren alle Mühen vergessen und wir waren nur noch happy!!!

Lucy war von Anfang an völlig problemlos, das fortgeschrittene Alter hatte den Vorteil, dass sie völlig "sauber" hier ankam". Sie ging brav zum Pieseln und für ihre Geschäftchen in  den  Garten  oder  wartete,  bis  wir  Gassi  gingen. Angenehmerweise  suchte  sie  sich  im  Garten  und  auf den Spaziergängen automatisch immer ein erdiges Plätzchen aus, machte also niemals auf unseren Rasen oder den Gehweg.

Gespannt haben wir in der ersten Zeit darauf gewartet, ob ich nicht doch allergisch auf Lucy reagiere, aber bis heute hat sich in dieser Richtung glücklicherweise nichts getan. Sogar meine Schwester, die seit ihrer Kindheit unter hochallergischem Asthma leidet, kommt prima mit Lucy zurecht und reagiert nicht.

........und dann......

.....waren wir alle so begeistert, dass wir uns spontan dazu entschlossen haben, uns noch einen zweiten Labradoodle anzuschaffen!

Wieder  mailten wir die Hahns an, bekamen ein süßes Foto eines schwarzen kleinen Rüden (diesmal sollte es ein Rüde sein) geschickt und sagten natürlich auch diesmal sofort  zu. Da  wir  ja  nun   alle sehr  erfahren waren, ging alles sehr viel schneller. Pablo wurde umgehend geimpft und sofort nach den 30 Tagen Wartezeit in das Flugzeug gesetzt. Bereits am 9. März 2005 konnten wir ihn mit 16 Wochen am Flughafen nach einem 7-stündigen Direktflug von Washington Dulles nach Frankfurt abholen. Das lange procedere am Flughafen blieb uns leider aber auch diesmal nicht erspart - es dauerte wieder 3 1/2 Stunden, bis wir ihn aus der Tierstation abholen konnten.

Pablo - noch im Zwinger am Flughafen

Pablo war von Anfang an völlig anders als Lucy! Er stürmte sofort nach seiner Befreiung aus dem Käfig freudestrahlend und schwanzwedelnd in unsere Arme, überfiel Lucy mit einer stürmischen Begrüßung und genauso ist er bis heute geblieben! Er ist ein süßer kleiner Wirbelwind, der uns alle auf Trab hält, keine Angst vor gar nichts hat und erstmal jeden ankläfft, der sich ihm in den Weg stellt.Von Anfang an wollte der Knirps uns zeigen, dass er der Chef ist - aber er ist unheimlich niedlich und wir haben ihn - nicht zuletzt dank  unserer  Hundetrainerin  - gut im Griff. Die Größe eines 16-Wochen alten Hundes ist sehr viel niedlicher als mit knapp 21 Wochen wie bei Lucy - Pablo war gegen sie ein richtiges  Hundebaby!  Natürlich  nicht  zu vergleichen mit einem 8-9 Wochen alten Welpen, wie man sie hier in Deutschland ohne EU-Bestimmungen bekommt, aber das muß man eben in Kauf nehmen.

Durch  seine  doch recht forsche und dominante Art war uns ziemlich schnell klar, dass wir Lucy unbedingt schleunigst kastrieren lassen mußten! Pablo war ja mit 4 Monaten noch zu  jung, also mußte Lucy den Anfang machen. Tierarzt und Hundetrainerin rieten uns, Lucy bereits jetzt mit 8 Monaten kastrieren zu lassen, da es für sie während einer Läufigkeit mit einem stürmischen Rüden im Haus sicher eine schwierige Zeit werden würde. Gesagt, getan....heute hat Lucy alles hinter sich und es geht ihr wieder richtig gut.

Das Leben  mit zwei  Hunden ist wieder völlig anders als "nur" mit einem - aber Pablo ist mit Sicherheit eine Bereicherung für uns alle und vor allem für Lucy. Die beiden hatten sich fast augenblicklich aneinander gewöhnt und suchen ständig die Nähe des anderen. Zu keinem Zeitpunkt hatte Lucy dermaßen viel Bewegung und Spass - die beiden toben den  ganzen  Tag  im Garten umher oder dösen aneinandergekuschelt in der Sonne! Bei uns ist immer was los, immer gibt es Situationen mit den beiden, über die man einfach lachen muß......Lucy und Pablo haben jede Menge Spass in unser Leben gebracht!

 

Wenn Sie Lust auf mehr Informationen über unsere Labradoodles bekommen  oder Fragen zu der Einfuhr, Formularen, Bestimmungen etc. haben,

dann senden Sie uns doch einfach eine e-mail oder schreiben Sie ins Gästebuch!

 

 

 

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